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Inkofen

Wann Inkofen erstmals in historischen Urkunden auftauchte, bzw. welche Urkunde auf den Ort Inkofen in der Gemeinde Haag zutrifft, ist schwer zu sagen. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass der Name recht unterschiedlich geschrieben wurde (Imichinhouin, Intinchonin, Inen- Innenchonen, Innenchoven und dass es im südbayerischen Raum noch zwei weitere Orte mit der Bezeichnung Inkofen gibt (Inkofen im Markt Schierling und Inkofen bei Rottenburg a.d. Laber).

 

Die früheste Nennung erfolgte in einer Urkunde aus der Zeit von 1123 bis 1130. Darin übergibt Vogt Uodalricus Güter zu Imichinhouin und fünf anderen Orten. Diese Urkunde schreibt Meichelbeck dem Inkofen im Bezirksamt Freising zu. Alckens nennt 1140 Innenchoven.


Wallner schreibt eine Urkunde aus dem Jahr 1224 Inkofen zu, und zwar deshalb, weil in der Urkunde auch von "fünf Wingarten" die Rede ist, welche in diesem Zusammenhang auch in Bruckberg, Gündlkofen, Edlkofen und Thulbach, also das Flusstal von Isar und Amper herauf, genannt sind.

 

Nach dieser Darstellung war von Inkofen erst in Urkunden des 12. Jahrhunderts die Rede. Eine gegenüber Haag verhältnismäßig späte Besiedlung könnte ihre Ursache darin haben, dass der Auenwald erst noch mehr gerodet und ausgelichtet werden musste, um Platz für Haus und Hof zu haben.


Mit der Deutung des Ortsnamens haben sich schon einige Forscher befasst, ohne zu einem befriedigendem Ergebnis zu kommen. Die Ortsgründung einem Into, angeblich einem Riesen, zuzuschreiben, kann nicht ernstgenommen werden. Diese Lösung erscheint sowohl genealogisch als auch etymologisch völlig abwegig. Es kann kein zusammenhang mit einem Into, der nach Chartular des Klosters Ebersberg in agilofingischer Zeit in der Passauer Diözese wohnhaft war, hergestellt werden.

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